Die Entscheidung ist gefallen
Entwurf für Neubau der Kita St. Vitus
in Freren vorgestellt

Der Siegerentwurf für den Neubau der Kindertagesstätte St. Vitus in
Freren kam von dem Osnabrücker Architekturbüro Scholz - Heidepohl -
Ferner. Grafik: Architekten Scholz - Heidepohl - Ferner
Gute acht Stunden tagte das Preisgericht
für den geplanten Neubau der Kindertagesstätte St. Vitus in Freren:
Seitdem steht fest, dass wahrscheinlich nach den Sommerferien mit dem
Bau nach den Plänen des Osnabrücker Architekturbüros Scholz - Heidepohl
- Ferner begonnen werden kann.
Der Entwurf sieht die Unterbringung der unterschiedlichen Bereiche und
Gruppen in einzelnen „Häusern“ vor, die sich um eine gemeinsame Halle
mit einem Bewegungsraum sowie einem grünen Atrium als Zentrum
gruppieren. „Die durchgehend eingeschossige Bauweise ermöglicht
sämtlichen Gruppen den direkten barrierefreien Zugang ins Freie“, heißt
es im Erläuterungstext des Architekten. Durch die Pultdächer wird das
Raumangebot allerdings zusätzlich noch um eine flexibel nutzbare
Galerieebene erweitert. Raumhohe Verglasungen in den Fluren, in der
Eingangshalle, dem Atrium und Teilen der Gruppenräume geben zudem den
Blick ins Grüne frei.
„Gerade die gut gelöste Anordnung von Einzelbaukörpern um einen
zentralen Bewegungsraum überzeugt, und durch die Pultdachform ergeben
sich zusätzliche Möglichkeiten in der Nutzung der Galerieebenen“, heißt
es daher in der Beurteilung des Entwurfes seitens des Preisgerichtes.
Nur Schwächen in den Raumzuordnungen sollten demnach im Rahmen einer
weiteren Bearbeitung noch gelöst werden.
„Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Wir wurden fachlich gut
beraten und hatten hier mit den städtischen Vertretern eine gute
Diskussion. Ich bin froh, dass wir jetzt so weit sind“, betonte Pastor
Krallmann. Nach den Sommerferien könne wohl mit dem Bau begonnen und das
neue Gebäude Anfang 2011 bezogen werden. Inklusive der Galerien wird das
rund 1,3 Millionen Euro kostende Gebäude (inkl. Ausstattung und
Außengestaltung) über eine Grundfläche von rund 1463 Quadratmeter
verfügen. Und auch das Kita-Team scheint schon sehr gespannt auf seine
neue Wirkungsstätte zu sein: Sofort nach der Entscheidung kamen alle am
Abend noch ins Vitushaus, um sich die Pläne erläutern zu lassen.
Eine Änderung hat sich unterdessen im Hortbereich (Betreuung von
Grundschulkindern) ergeben. „Politisch gewollt ist eine Angliederung an
die Schule. Wir sehen eine zweigliedrige Trägerschaft durch die Stadt
(Räume) und die Kirchengemeinde aber als problematisch an“, so
Krallmann. Daher hat der Kirchenvorstand in seiner jüngsten Sitzung
einstimmig beschlossen, die Trägerschaft des Hortes zum kommenden
Kita-Jahr komplett abzugeben. Laut Samtgemeindebürgermeister Godehard
Ritz soll es „in Freren aber auf jeden Fall weiterhin ein Hortangebot
geben – wahrscheinlich in Trägerschaft der Stadt.“

Architekten Präsentierten nach gut
achtstündiger Sitzung des Preisgerichtes den Siegerentwurf (von links):
Frerens Bürgermeister Klaus Prekel, Kita-Leiterin Steffi Heider,
Diözesanbaumeister Ralf Schlüter, Samtgemeindebürgermeister Godehard
Ritz und Pastor Hermann Krallmann. Foto: Carsten van Bevern.
Bericht: Carsten van Bevern, Lingener
Tagespost