Die Gemeinden

Miteinander BUNT

22 Asylbegleiter/-innen für die Samtgemeinde Freren

„Miteinander BUNT“ war das Motto des ganztägigen Workshops „Ehrenamtliche AsylbegleiterInnen“, der am 16.01.2016 im Rathaus der Samtgemeinde Freren stattfand. Insgesamt 22 ehrenamtliche Personen aus der Samtgemeinde Freren nahmen daran teil, um Erfahrungen mit dem Dozententeam der NSI Consult GmbH aus Braunschweig auszutauschen und vor allem neue Impulse für ihre Arbeit zu bekommen. Denn „Miteinander BUNT“ ist auch ein Integrationskonzept, das Steffen Köppe, zuständiger Mitarbeiter für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten in der Samtgemeinde Sickte und Dozent der NSI Consult, entwickelt hat und nun im Rahmen der Veranstaltung in Freren vorstellte.

 

 

Die Frerener Asylbegleiter/-innen mit den Dozenten Steffen Köppe (1. von rechts) und
Dino Schubert (2. von rechts), Katja Schmidt fehlt auf dem Foto

 

Bis Ende Dezember 2015 hat die Samtgemeinde Freren 131 Asylsuchende aufgenommen, davon allein 110 im vergangenen Jahr. 56 weitere müssen bis zum 31.03.2016 in Wohnungen untergebracht werden. Ein Kraftakt und ohne die inzwischen über 60 ehrenamtlich Tätigen in der Samtgemeinde nicht leistbar. Die Unterbringung in Wohnungen ist das eine, die tatsächliche Integration in das Gemeinde- und das Berufsleben das andere. Ordnungsamtsleiter Hermann Quae und sein Stellvertreter Philipp Mey, aber auch die Kollegen aus dem Amt für Arbeit und Soziales sowie die Mitarbeiterinnen des SKM und SKF, sind jederzeit ansprechbar sowohl für die Asylsuchenden als auch für die ehrenamtlich Tätigen. Dennoch tauchen immer wieder neue Fragen auf und vor allem, wird nach Möglichkeiten gesucht, den neuen Mitbürgern ein Zuhause zu geben.

 

„Warum immer das Rad neu erfinden, wenn uns häufig die gleichen Herausforderungen bewegen“, gibt Quae zu bedenken. Und so entstand im letzten Herbst die Idee den Workshop „Ehrenamtliche AsylbegleiterInnen“ in Freren zu organisieren. Innerhalb kürzester Zeit war der Kurs ausgebucht, der neben Zahlen und Fakten, Zugang zum Arbeitsmarkt auch psychologische Herausforderungen zum Inhalt hatte. „Es darf nicht vergessen werden, dass die Asylsuchenden traumatische Erlebnisse hinter sich haben und nunmehr mit einer fremden Umgebung und einer anderen Sprache sowie Lebensart konfrontiert werden“, führte Katja Schmidt vom Dozententeam der NSI Consult GmbH an. Sie wies ebenso darauf hin, dass die Grenzen des anderen geachtet werden sollten. „Das Ziel der ehrenamtlich Engagierten sollte immer darin liegen, eine Balance zwischen der ersten notwendigen Begleitung und letztlich der Eigeninitiative und Selbständigkeit der Asylsuchenden hinzubekommen“, ergänzte Schmidt.

 

Lebhaft wurde an diesem Tag diskutiert und Spaß hat es gemacht. Aber was wäre der Tag ohne feste Ergebnisse. Und so wurde am Nachmittag viel Zeit in einen Leitfaden für ehrenamtliche Asylbegleiter/-innen in der Samtgemeinde Freren investiert. Ein Leitfaden, der von Ehrenamtlichen für Ehrenamtliche erstellt werden soll. „Wir, die ehrenamtlichen Teams in der Samtgemeinde Freren, werden uns nunmehr zusammensetzen, um einen inhaltlichen Leitfaden mit Leben zu füllen“, betonte die Teilnehmerin Anke Varel-Bauer.