Die Gemeinden

Andervenner Schützenhalle ist nun multifunktional nutzbar

Einweihung pünktlich zum Schützenfest – 125000 Euro investiert

Rechtzeitig zum Fest des Schützenvereins St. Hubertus Andervenne am 10. und 11. Mai ist die Sanierung der Schützenhalle nach viermonatiger Bauzeit abgeschlossen worden.


Zur Eröffnung hatten die künftigen Hauptnutzer, der örtliche Schützenverein sowie die Theatergruppe Andervenne, zahlreiche Gäste geladen, die am Bau oder als Geldgeber maßgeblich am Projekt beteiligt waren. Auch die Schule, die Kita und weitere Vereine können den für rund 150 Personen ausgelegten multifunktionalen Raum künftig verstärkt nutzen.


Begrüßt wurden die Gäste vom Vorsitzenden des Schützenvereins Paul Brinkers und von Irmgard Gerdes, Vorsitzende der Theatergruppe. Bürgermeister Reinhard Schröder erinnerte an das Bild, das die Schützenhalle noch vor gut einem halben Jahr geboten habe: „Alle Beteiligten waren sich einig, dass hier etwas passieren musste.“ So wurde eine Grundsanierung beschlossen. Dazu gehörte auch der Einbau einer Bühne sowie aktuelle Technik, damit die Theatergruppe dort künftig Proben und Theateraufführungen anbieten kann. Insgesamt sind 125 000 Euro investiert worden.


Der 1830 gegründete Schützenverein zählt heute 230 Mitglieder. 1995 war das Schützenhaus in der früheren Technikhalle der ehemaligen Hofstelle Wahof von den Mitgliedern eingerichtet worden. Es wird etwa 30-mal im Jahr für Schießabende und Pokalschießen, für Vorstandssitzungen und vereinsinterne Veranstaltungen genutzt.


Seit 1980 war die Gaststätte Schmees das Domizil der Laienschauspieler. Heute sind es 35 Mitglieder, die jedes Jahr drei Monate lang ein plattdeutsches Theaterstück einstudieren und immer an drei Wochenenden im März vor insgesamt rund 500 Besuchern aufführen. Das über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte „Lilalaue Nacht – ein Kabarettabend nur für Frauen“ – wird wie gewohnt im grossen Festzelt gegenüber der Gaststätte Schmees stattfinden.


„Ohne Moos nix los“ dankte Bürgermeister Schröder den Geldgebern, allen voran dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems“. Dezernatsteilleiterin Sylvia Backers habe im Verlauf der Planungen die Idee von einer multifunktionalen Nutzung in die Diskussion eingebracht. „Das war gut so“, betonte Schröder, „denn so konnte ein Landeszuschuss von 73 Prozent eingeworben werden.“ Backers wies auf das Ziel der Förderungen durch das Land hin: „Die ländlichen Räume sollen gestärkt werden. Das Schützenhaus in Andervenne kann beispielhaft auch für andere Kommunen sein, um ein aktives soziales Leben in kleineren Gemeinden zu fördern.“


Geldgeber war auch der Landkreis Emsland, der 15000 Euro zuschoss. Der stellvertretende Landrat Klaus Prekel erklärte, dass der Landkreis gerne Projekte zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements fördere. Für Unterstützung dankte der Bürgermeister zudem Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz und Bauamtsleiter Paul Thünemann sowie Hansi Surmann und Frank Kumbrink für die planerische Begleitung.


Von Heinz Krüssel / LT