Die Gemeinden

Engagement für Kinder in Freren gewürdigt

Bürgerversammlung mit Ehrungen

 

Seit vielen Jahren pflegen Väter und Großväter ehrenamtlich den Spielplatz an der Finkenstraße in Freren. Im Rahmen der Bürgerversammlung „Rund um Friduren“ hat die Stadt Freren dieses Engagement für die Kinder und Enkelkinder jetzt besonders gewürdigt.

 

Beispielhaft ist das ehrenamtliche Engagement der Anlieger am Kinderspielplatz Finkenstraße in Freren. Geehrt wurden auch die erfolgreichen Fußballerinnen Marie Wiechers und Theresa Degenhardt (vorne). Foto: Carsten Bäumer

 

Freren. Ausgezeichnet worden sind auch die D-1-Fußballerinnen der SG Freren Marie Wiechers und Theresa Degenhardt. Die 12- und 13-jährigen Schülerinnen spielen zudem in der Schulmannschaft des Gymnasiums Georgianum in Lingen und gewannen mit ihrem Team das Bundesfinale in Berlin. „Ihr habt den Namen Freren somit auch weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt gemacht“, betonte Bürgermeister Klaus Prekel anerkennend.


Auch Ehrenbürger Bernhard Fritze dabei

Zum 16. Mal hatte die Stadt Freren zur Bürgerversammlung eingeladen. Im Atrium der Franziskus-Demann-Schule begrüßte Prekel viele Bürger. Der Einladung gefolgt waren insbesondere Vertreter der Frerener Vereine, Verbände und Organisationen. Ein besonderer Gruß galt dem Ehrenbürger Bernhard Fritze, „der in diesem Monat 92 Jahre alt wird“, verriet der Bürgermeister. Für den musikalischen Rahmen sorgten der Spielmannszug Freren unter der Leitung von Sarah Masbaum sowie die Drummerband „Cobra“ unter der Leitung von Dennis Rape-Tasche.


Kulturkreis feiert 25-jähriges Bestehen

Tradition hat die Möglichkeit, sich als Verein während der Bürgerversammlung vorzustellen. Dieses Angebot nahm die neue Vorsitzende des Kulturkreises Impulse, Bärbel Bründermann, gerne an. „Wir feiern in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen, sozusagen unsere Silberhochzeit“, ließ die Vorsitzende die Entwicklung Revue passieren.


50 Veranstaltungen

Sein Zuhause hat der Kulturkreis seit 1996 in der alten Molkerei. Dort finden jährlich etwa 50 kulturelle Veranstaltungen statt. Die „Silberhochzeit“ soll am 16. und 18. Juni mit einem attraktiven Programm gefeiert werden, so die Vorsitzende. „Wir wünschen uns dazu viele zufriedene Gäste, viel Offenheit und Mut zu neuen Angeboten und viele neue Mitglieder.“


Evangelisch-reformierte Gemeinde erfährt Zulauf

Das allgegenwärtige Thema „500 Jahre Reformation“ beleuchtete Pastor Friedbert Schrader am Beispiel der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Freren-Thuine. „Wir sind eine von der Migration geprägte Gemeinde“, sagte Schrader. Die Zahl der Gemeindemitglieder habe sich in den letzten Jahrzehnten auf etwa 1300 verdoppelt. Dieses liege in erster Linie am Zuzug vieler Menschen aus Russland. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Kinder- und Jugendarbeit. Helena Lüns-Wenzel stellte Bereiche wie Kita, Kinderkirche, Kinderfreizeit und Konfirmation vor.


2019 wird gefeiert

In ihrem Bericht „Rund um Friduren“ wiesen Bürgermeister Klaus Prekel und Stadtdirektor Godehard Ritz auf aktuelle Themen hin, beispielsweise auf die Baumaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung im Stadtzentrum. Der Stadtdirektor ging auch auf das ursprünglich geplante Jubiläum „1200 Jahre Freren“ im Jahr 2019 ein. „Auch wenn die Urkunde aus dem Jahr 819 gefälscht sein soll, werden wir im Jahr 2019 feiern“, so Ritz.


Gemeinsam stolz auf Freren

Die Stadt Freren habe allen Grund zum Feiern, denn das Stadtzentrum werde sich dann in neuem Glanz präsentieren. Ritz und Prekel wiesen auf die positive Entwicklung der Infrastruktur in der Samtgemeinde Freren in Bereichen wie Schulen, Kindergärten, Kultur sowie als Gesundheitsstandort hin. „Insgesamt können wir alle gemeinsam sehr stolz sein, denn "Freren ist richtig gut‘“, lautete das abschließende Fazit von Ritz und Prekel.

 

 

Gieseke übt Kritik an Trump

Themen wie Klimaschutz, Terror, Sicherheit und Migration stehen ganz oben auf der Skala der aktuellen Europapolitik. Das hat Jens Gieseke, Abgeordneter des Europäischen Parlamentes, in seinem Festvortrag während der Bürgerversammlung in Freren betont.

 

„60 Jahre – das war die beste Zeit des Kontinentes“, zitierte der Festredner den Präsidenten des Europaparlamentes, Antonio Tajani, anlässlich des 60. Geburtstages der EU. „Wir leben hier ausgesprochen privilegiert, in Frieden, Freiheit und Wohlstand. Das ist nicht selbstverständlich“, sagte Gieseke mit Blick auf die Situation in Syrien, Irak oder der Ukraine. Es gebe keine Grenzen und keine Zölle.

 

Fehlende Solidarität

Kritisch bewertete der Europarlamentarier die Trump-Politik. „America first“ kann keine Alternative und schon gar keine Lösung sein, warnte er zugleich vor nationalem Egoismus. Schlimm empfinde er die mangelnde europäische Solidarität in der Flüchtlingsfrage. EU-Präsident Tajani habe einen Marschall-Plan für Afrika gefordert, um die Fluchtursachen zu bekämpfen. Gieseke zeigte sich überzeugt, dass die Flüchtlingspolitik in Europa neu überdacht werden müsse.

„Wir sollten künftig das Positive in Europa sehen und nicht ständig nach dem Haar in der Suppe suchen“, warb Gieseke für eine positive Einstellung zur EU. In dem Zusammenhang ging er auf den britischen Weg des „Brexit“ ein. Nach dem Referendum habe sich gezeigt, dass die Verantwortlichen des Austritts keinen „Plan danach“ hatten. Man könne die EU nicht einfach so verlassen wie bei dem Austritt aus einem Verein.

 

Bericht: Heinz Krüssel, Lingener Tagespost

Fotos: Samtgemeinde Freren