Die Gemeinden

Wilhelm Unfeld „Bürger des Jahres“ in Andervenne

Bericht: Heinz Krüssel, Lingener Tagespost
Fotos: Samtgemeinde Freren

 

Als „Bürger des Jahres“ hat der Gemeinderat Andervenne im Rahmen der Bürgerversammlung 2018 den engagierten Feuerwehrmann und langjährigen Ortsbrandmeister Wilhelm Unfeld geehrt.

 

Als „Bürger des Jahres“ wurde der langjährige Ortsbrandmeister Wilhelm Unfeld geehrt: (von links) Reinhard Schröder, Monika und Wilhelm Unfeld, Godehard Ritz und Werner Kleve.

 

Plötzlich durchdrang lauter Sirenenalarm das große Festzelt. „Jacken an und auf der Bühne antreten“, kam das Kommando für die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Andervenne. Bürgermeister Reinhard Schröder würdigte das ehrenamtliche Engagement der Blauröcke: „Auf eure Leistungen für das Gemeinwohl könnt ihr alle mit Recht stolz sein. Wir Andervenner Bürger zollen diesem ehrenamtlichen Engagement höchsten Respekt. Wir sind dankbar, dass wir euch haben“, hieß es. Dann setzte der Bürgermeister noch einen drauf, indem er die Verdienste eines Feuerwehrmannes beschrieb, der in jedem Fall ein Vorbild sei und den man für seine langjährige Pflichterfüllung ehren wolle. Zunehmend wurde klarer, wer gemeint war: Wilhelm Unfeld. „Willi hat die Grundsätze Retten, Bergen, Löschen und Schützen gelebt und ist diesem Leitspruch der Feuerwehr immer gerecht geworden“, betonte Reinhard Schröder in der Laudatio.

 

Die Geschwister Dust aus Lingen begeisterten das Publikum.

 

 

Traditionell lädt die Gemeinde Andervenne die Bürgerinnen und Bürger am Kirmessamstag zur Bürgerversammlung ein. Im gut besetzten Festzelt hatten sich auch Vertreter der Grundschule, das Kindergarten-Team sowie des „Fördervereins Kleine Leute“ eingefunden. In einem Rückblick ließ Bürgermeister Schröder wichtige Ereignisse aus dem vergangenen Jahr Revue passieren und ging auf aktuelle Entwicklungen in der „kleinen, aber feinen Gemeinde Andervenne“ ein. Erinnert wurde beispielhaft an den Seniorenausflug sowie an das Andervenner Zeltlager 2018 in Hollage.

 

Neue Kita?

„Bauplätze werden in Andervenne knapp“, stellte der Bürgermeister fest. An der Kirchstraße könnten noch drei Bauplätze angeboten werden. Es gebe derzeit Überlegungen, neues Bauland auszuweisen. Konkret in der Planung sei ein neuer Zwei-Gruppen-Kindergarten im Bereich der ehemaligen Getreide- und Sägemühle. „Wenn alles gut läuft, hoffe ich, dass wir im nächsten Jahr die neue Kita eröffnen können“, wagte Schröder unter starkem Beifall des Publikums vorsichtig einen Blick in die Zukunft.

 

Birgit Feld vom "Förderverein Kleine Leute" informierte mit einem animierten Film über die Arbeit des Vereins.

 

Rückblick auf 2017

Nicht fehlen durfte im Rückblick der Umbau der Schützenhalle zur multifunktionalen Nutzung. Dort werde der Schützenverein ebenso wie die Theatergruppe ihr Domizil haben. Gerd Thünemann dankte für die Theatergruppe und wies auf die am 20. Oktober geplante Bühneneinweihung mit einem attraktiven Rahmenprogramm hin.

 

Viele Andervenner nutzten die Gelegenheit, sich auf der Bürgerversammlung zu informieren.

 

Aktuelle Ereignisse

Unter die Devise „Zusammen für mehr Lebensqualität“ stellte Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz aktuelle Ereignisse auf Samtgemeindeebene vor. Ritz ging beispielhaft auf das gemeinsame Mittagessen ein. Der Breitbandausbau sei bereits weit fortgeschritten. Ein Problem sei nach wie vor die Mobilfunkqualität. Hier hoffe er auf die Digitalfunkoffensive des Landes Niedersachsen. Mit großem Aufwand werde derzeit das Rathaus vor allen Dingen energetisch saniert.

 

Über die Arbeit des Fördervereins Kleine Leute informierte Birgit Feld. Eine spontan organisierte Sammlung erbrachte 841 Euro für die Arbeit des Vereins für den Kindergarten und die Grundschule.

 

Spaß mit den Geschwistern Dust

Für den musikalischen Rahmen sorgten der Shanty-Chor Andervenne unter der Leitung von Alois Brinkmann sowie die Geschwister Dust aus Lingen. Marlies, Margret und Hedi Dust zogen das Publikum mit lockeren Sprüchen und musikalischen Beiträgen in ihren Bann. So mancher Andervenner bekam dabei zur Gaudi des Publikums „sein Fett weg“. In einem eigens von dem Trio für die Bürgerversammlung getextetem Lied wurden Vereine, Leute und das Leben in Andervenne beschrieben.