1000 Jahre Andervenne zurück

  
Die Andervenner Festtagsnöger

Bild auf www.festtagsnoeger.de
   

Für viel Aufsehen sorgten die beiden Festtagsnöger Norbert Wellen und Martin Wübben, die bei rund 40 Auftritten auf größeren Veranstaltungen in der Umgebung mit dem untenstehenden Vortrag zum Fest einluden und für zusätzliche Stimmung sorgten.

Tosender Applaus kam auf, als die Beiden am Kommersabend mit Ihren "Fietsen" in das Festzelt einzogen. Ein kleiner Dank für die Arbeit, die hier geleistet wurde. Der Vortrag "Grote Visite in Andervenne" wurde von Gerd Thünemann verfasst.

 
"Grote Visite in Andervenne"

Lewe Loe int Land, loot ju van us vertellen,
wie Annervenschken wüllt ju to use Jubiläum bestellen.

Wie hebbt de ersten dusend Johr nu vull,
un fiert usen Geburtsdag, - all de dritte Null -.

Us Loe giff dat hier all länger, us Annervenschken,
so vör sessdusend Johr siedelten hier all de ersten Menschken.

In Corvey int Kloster stoht wi Annervennschken dat erste Mol beschreven,
un dat is siet dusend Johr ok dorbie blewen.

"An dei Vehn" so wörd use Dörp früher ropp,
"Zwischen zwei Mooren" is de Übersetzung ganz grob.

De beden Moore kann man vandage noch sehn,
un söven Baige ragt ut dat deepe Vehn.

De Annervenschken siedelt nu dusend Johr, mangs in Schmacht, mangs in Noot
un wor Ener verdehnde in Holland sien Broot.

Tot Gressmaihen un Törvstecken möken se sück Maitieds up de Bene,
un de Familie blew den Sommer öwer allene.

In Harwst dann öwer de Schepsdörper Brügge -
kömen de Maihers ut Holland weer trügge.

Is för use Ener sone Arbetssteh vandage vullst to wiet,
brachte se dormols masse Loe dör de grise Wintertied.

Ok Kriege hölln in Annervenne ehre Dage,
un brachten de Venschken ne masse Plage.

De dartigjöhrige Krieg vergöng för us Venschke nich so gau,
grenzt use Dörp doch an de protestantische Festung Fürstenau.

De Annervenschken bint immer treu ehren Glöwen blewen
un nöhmen dorför up so manche Schmach in ehr Lewen.

To been göng man öwer de Grenze no Schole,
jo, ehrn Glöwen löten de Venschken bit ole.

Laterhen hebbt wi ok ne egene Kaike kregen
un dat Bauwaik is för de Gemende en Segen.

De Dwessköppe - Öwerdörp un Neerdörp - döen sück dorto biene
un up de Duer wöss dorut ne grote Gemende.

Schole, Kinnergorn, Verene, Laden un Wirtschaft hört vandage to dat Annervenschke Lewen
un wie glöwt use Dörp kann us vull Gudet gewen.

Dusend Johr bint wi nu biene,
un brengt to dat Jubiläum ne Masse up de Beene.

Int Fröhjohr dön wi noch putzen un strieken,
nu könnt Ih in Sommer ne moie Gemende ankieken.

Wi wochtet up ju, use Gäste
un fiert mit ju veer grote Feste.

Den 18., 19., 20. un 21. August bint de groten Dage,
dor leggt wi bi, use Arbet un Plage.

Den ersten Dag wüllt wi fiern mit Prominente un gute Bekannte,
wi laat in to Festkomers un Füerwaik.
Den tweden Dag is för use Vewandte,
de ehr Hatte noch för Annervenne schlait.

Dor bint inlaan alle Buten- un Binnenvenschken,
wie recket mit öwer dusend Menschken.

Wor Ene heff ut Annervenne sienen Kerl of siene Frau,
- de is ok inlaat, wi nehmt dat nich so genau.

Dann is Tiet öwer ole Tieten to proten,
un bi Bier un Musik söllt Iht ju gutgohn looten.

An dritten Dag stoht wi Venschken en Schöffken ehr up,
Klock taine dankt wi den lewen Herrgott för use Gemenschkup.

Ich glöw nich, dat dorno irgendener no Huse mott,
denn de Dag is sowieso kapott.

No Frühschoppen un Middag fangt an de "Historische Markt",
för den sick wor Ener vandage plagt.

Alle Welt to wiesen unner "historischem Schliff",
wat dat in use Dörp alles giff.

Wie recket mit mehr as tweedusend Loe,
un hofft, Ih wärd nich so gau möe.

De Gäste upt Zelt mött alle stohn,
weil van den Vördag is noch kiener Nushen gohn.

Awer dat weert sick ale wall riegen,
et bruckt kien Ener do Möte nich kriegen.

Un wenn schnobends de Sünne nehmt den Dag dat lichte Lewen,
bliewt man bi us, et weert kien Ener Nushen drewen.

An veerten Dag hebbt wi ok genoch,
dann holt wi es de Beene hoch.

No dree Dage "Grote Visite" dohn,
loot wi dat sinniger gohn.

Et giff Freibier, de Wirte dot Enen ut,
un dor brukt wi nich jure Gesellskup.

Wi rösst us en betken, dot wat sachte an,
- de nächsten dusend Johr kommt forts achteran.

Nu stoht mit us an, Ih bint as Gäste bestellt,
un in Annervenne wärd dann wieder vertellt.

Seggt mit us Prost up de moien Dage vant Lewen,
möcht use Herrgott us alle noch vull dorvan gewen.