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"Freren - Kleine Stadt im Emsland"
ist der Titel eines 800 Seiten starken Buches, das alles über Freren berichtet, was es zu berichten gibt.
Es wurde von Bernhard Fritze aus Anlaß der 1175-Jahrfeier im Jahre 1994 im
Verlag R.v.Acken, Lingen, herausgegeben. Dass Freren bereits so alt ist, sieht
man der Stadt allerdings nicht an. Sie hat ein modernes und attraktives Zentrum
und ein schönes, teilweise idyllisches Umland.
Der
Frerener Raum umfaßt uraltes Siedlungsgebiet. Die ältesten Funde stammen aus
der Mittelsteinzeit (ca. 8000 - 3500 v. Chr.). Ferner sind auch die
Großsteingräber in Freren und Thuine Zeugen dafür, dass in der mittleren
Steinzeit Menschen hier gewohnt haben. Freren war Mittelpunkt eines sächsischen
Kleingaues, des Venkigaues, der sich im wesentlichen mit dem Altkreis Lingen
deckte. In Freren tagte auch von altersher das Gaugericht, bis es in der Mitte
des 17. Jahrunderts nach Lingen verlegt wurde. Auch kirchlich war Freren im
frühen Mittelalter zentraler Ort des Venkigaues. Die Geschichte der Frerener
Gau- und Taufkirche - der heutigen evgl. Kirche - lässt sich bis in das 12.
Jahrhundert zurückverfolgen. Fast alle Kirchen des Altkreises Lingen sind
Filialkirchen von Freren. Erstmals urkundlich erwähnt wird Freren im
Heberegister des Klosters Corvey aus den Jahren 976/79. Doch ergibt sich aus
einer Urkunde vom 1. September 819 indirekt die Existenz der Frerener
Taufkirche, als Kaiser Ludwig der Fromme (814-840) dem Abt Castus von der
Missionszelle Visbeck den ihm unterstellten Kirchen Immunität verlieh, was
Freistellung von weltlicher Gerichtsbarkeit bedeutete. Die Urpfarrkirche St.
Andreas in Freren gehörte damals zum Missionsgebiet "fiscbechi" (Visbek).
Aus diesem Zusammenhang leitete sich der Grund dafür ab, im Jahre 1994 das
1175jährige Ortsjubiläum zu feiern.
1723 wurden dem Dorf Freren durch den
preußischen König Friedrich Wilhelm I, dem sogenannten Soldatenkönig, die
Stadtrechte verliehen.
Im Zuge der niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurden 1974 die
Gemeinde Lohe - Venslage, Setlage und Suttrup in die Stadt Freren eingegliedert.
Seit diesem Jahr ist die Stadt Freren Mittelpunkt der gleichnamigen
Samtgemeinde.
Das Stadtbild wird auf
den ersten Blick durch die zwei Kirchtürme geprägt. An der wunderschön rückgebauten
Goldstraße befinden sich das evangelische und das katholische Gemeindezentrum mit Bücherei,
Pfarrhaus und ein modernes Altenpflegeheim. Vor den Gastronomiebetrieben im Zentrum und vor dem Rathaus laden begrünte Flächen mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Die vielen Einzelhandelsgeschäfte, Lebensmittelmärkte und Dienstleistungsbetriebe wie Banken, Krankenkassen, Versicherungen etc. halten ein umfassendes Angebot für die allgemeine Versorgung vor.
Ärzte, Zahnärzte und Apotheken sichern die gesundheitliche Versorgung.
Zwei Kindergärten, wovon einer eine Ganztagsbetreuung anbietet, und das Schulzentrum mit der Grundschule als Volle Halbtagsgrundschule, der Hauptschule mit Orientierungsstufe, der Realschule und der Sonderschule, die zusammen auch eine Nachmittagsbetreuung anbieten, sorgen für ein gutes Bildungsangebot. Alle weiterführenden Schulen in der näheren Umgebung können problemlos mit dem öffentlichen Nahverkehr erreicht werden.
Das Sportzentrum am Frerener Forst mit dem beheizten Waldfreibad, drei Sportplätzen, vier Tennisplätzen, einem
Trimm-dich-Pfad und einem Walderlebnispfad bietet ausgezeichnete Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Von hier aus können Sie durch den Frerener Forst und die
"Teufelsküche" über den Holländer Weg oder entlang der Hünengräber zum Erholungsgebiet Saller See wandern.
Dort finden Besucher und Gäste ein Ferienhausgebiet, einen Zeltplatz, einen Minigolfplatz und ein wunderschönes Hotel mit
Restaurant. Der Besuch lohnt sich!
Viele aktive Vereine und insbesondere das Kulturzentrum "Alte Molkerei" mit seinen über 40 Veranstaltungen im Jahr bieten eine kulturelle Vielfalt, wie man es selten in einer Kleinstadt findet.
Durch die Ausweisung neuer Baugebiete am Stadtrand ist es gelungen, eine geschlossene Siedlungsstruktur zu schaffen, die auch zukünftig eine Weiterentwicklung ermöglicht. Freren
hat eine sehr
Wohnqualität. Die zur Stadt Freren gehörenden Ortschaften sind von landwirtschaftlichen Gehöften, schönen Fachwerkgebäuden
und renovierten, ehemaligen Heuerhäusern oder modern angelegten Siedlungen geprägt. Der Ortsteil Suttrup, der auch über eine eigene Kirche verfügt, hat durch Dorferneuerungsmaßnahmen seinen ganz eigenen äußeren Charakter behalten.
Freren ist verkehrsmäßig gut von der A1 aus Richtung Diepholz über die B 214, von der A 30 aus Richtung Lingen über die B 214 und
von der A 31 aus Richtung Rheine über die B 70 und L 58 zu erreichen. Aus touristischer Sicht ist das besonders gut ausgebaute Radwegenetz und die Führung der Radwanderrouten "Emslandroute" und "Kastelenroute" zu erwähnen. Der
Touristikverein Freren-Lengerich-Spelle, der seine Sitz in Freren hat,
hat themenbezogene Fahrradrouten durch das südliche Emsland herausgegeben.
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