Unsere
Gemeinde liegt im westlichen Teil von Niedersachsen und ist 12 km von der
Stadt Lingen (Ems) entfernt. Nördlich des Thuiner Gemeindegebietes
verläuft die Lingener Höhe mit dem Windmühlenberg (91m ü.NN), der
höchsten Erhebung im Landkreis Emsland. Die Bundesstraße 214, die kurvenreich durch die Dorfmitte führt, stellt die Hauptverkehrsverbindung
in West - Ost - Richtung her.
Die Verkehrsteilnehmer, die sich auf der B 214
der Gemeinde Thuine nähern, begrüßen wir mit nebenstehendem Spruch.
(siehe Bild) Mit dem Wort "Hüne" wird dabei
auf das große Thuiner Hünengrab hingewiesen, das im Thuiner Logo
dargestellt worden ist.
In der Nähe des Waldrandes in östlicher Richtung befindet sich das
Großsteingrab als eindrucksvolle Anlage aus der jungsteinzeitlichen
Siedlungszeit. (4500 bis 1800 v.Chr.) Die 17 Decksteine kennzeichnen die
17 Grabkammern, die von 2 Steinreihen umfasst sind. Bild
Die Thuiner Dorfkirche
Der Kirchturm wurde im 12. Jahrhundert aus Sandsteinen und Findlingen
erbaut. Die Turmöffnungen im Bereich der Glocken wurden im romanischen
Baustil gestaltet. Der Turm wurde im Jahr 1851 um ein Halbgeschoss
erhöht und mit einer Haube mit Laterne ergänzt. Das einschiffige
Kirchengebäude könnte im 16. Jahrhundert gebaut worden sein. Denn über
dem Sakristeifenster trägt ein Stein die Jahreszahl 1522. Die St.-Georg-Kirche ist eine "Simultankirche" und wird überwiegend von der katholischen
Pfarrgemeinde sowie gelegentlich von der evangelischen Kirchengemeinde
Freren - Thuine genutzt.
Das St. Georgsstift
Pfarrer Gerhard Dall, der im Jahre 1827
Pfarrer in Thuine geworden war, erwarb im südlichen Dorfgebiet das
Gelände und ließ 1860 das St.-Georgsstift mit einer Kapelle errichten.
Damit hatte er den Kreuzschwestern, die er 1857 wegen der immer wieder
auftretenden Typhuserkrankungen aus Straßburg nach Thuine gerufen hatte,
ein Kloster übergeben.
Im Jahre
1869 erreichte der
86-jährige Pfarrer
Gerhard Dall die Absicherung seines Lebenswerkes, indem er mit
Unterstützung durch den Bischof von Osnabrück eine Übereinkunft mit der
Ordensleitung der Kreuzschwestern in Straßburg erreichte, so daß mit
Schwester M. Anselma Bopp die Kongregation der Franziskanerinnen vom
heiligen Märtyrer Georg zu Thuine gegründet werden konnte.
Das St. Georgsstift ist seit 1860 durch mehrere Gebäude erweitert und
umgebaut worden. Dort befindet sich das Kloster, die
Christus-König-Kirche, die St. Georgskapelle, die Ordensleitung, das
Noviziat für die Jungschwestern, das Altersheim der Schwestern, das
Gästehaus, das Tagungsgebäude, das Internat für Jungen mit der Antoniusschule, die Berufsfachschule für Jugendliche, die Turn- und
Schwimmhalle, die Heizungs- und Wäschereigebäude, die Gärtnerei und
Werkstätten, die Wohnhäuser für die Mitarbeiter und der Bauernhof.
Das Gemeindehaus
Im Jahre 1996 wurde das Gemeindehaus
gegenüber von der St.-Georg-Kirche in der Dorfmitte gebaut. Im Erdgeschoss befindet sich rechts vom Eingang das Bürgermeisterzimmer mit
dem Archivraum. Im linken Raum wurde die Postagentur in der Trägerschaft
der politischen Gemeinde und das Gemeindebüro eingerichtet. Die
Mitarbeiterinnen wechseln sich wöchentlich im Postdienst ab und erledigen
zusätzlich Verwaltungsarbeiten für die Gemeinde Thuine. Im Obergeschoß
tagt der Thuiner
Gemeinderat. Am Montagabend sind im Sitzungssaal andere
Töne zu hören, denn dann probt die Thuiner Bläsergruppe eifrig
Musikstücke.
Denkmal vor dem Gemeindehaus
Mit
dieser Skulpturengruppe, die von Bildhauer Herbert Daubenspeck (Emsdetten)
geschaffen wurde, ehrt die Gemeinde Thuine zwei Persönlichkeiten des 19.
Jahrhunderts, die durch ihre beispielhafte Arbeit und zukunftsorientierten
Entscheidungen die Grundlagen für Einrichtungen im sozialen,
pädagogischen und religiösen Bereich schufen. So schrieb Pfarrer Gerhard
Dall im Jahr 1857 an das Kloster der Schwestern vom Heiligen Kreuz in
Straßburg und bat um zwei Schwestern für die Krankenpflege sowie für
die Betreuung und Erziehung von Waisenkindern. Es kamen Schwester Marianne
und Schwester Anselma, die beispielhaft und selbstlos in Thuine und
Umgebung wirkten.
Schwester Anselma Bopp gründete dann nach ernsthaftem Ringen um die
richtige Entscheidung mit Unterstützung durch Pfarrer Gerhard Dall die
Kongregation (Ordensgemeinschaft) der Franziskanerinnen des heiligen
Märtyrers Georg zu Thuine am 25. November 1869.
Gedenksteine in Thuine
Die Gemeinde Thuine errichtete mit Unterstützung durch den Thuiner
Heimatverein einen Gedenkstein für Captain Kenneth Seder und Captain Alan
Aertker der US-Air-Force. Auf der Gedenktafel, die an den Flugzeugabsturz
am 25.08.1977 erinnert, steht:
"In Memoriam Captain Kenneth Seder und Captain Alan Aertker, 10th
Tactical Reconnaissance Wing United States Air Force, die hier am 25.
August 1977 mit ihrem Flugzeug in den Tod stürzten. Sie gaben ihr Leben,
um die Menschen von Thuine vor einer Katastrophe zu bewahren. Die
dankbaren Einwohner von Thuine."
Die
Thuiner Kolpingsfamile stellte vor der St.-Georg-Pfarrkirche einen
Gedenkstein mit einer Bronzeplatte auf, die vom Bildhauer Krautwald
(Rheine) geschaffen wurde. Sie zeigt das Portrait von Adolph Kolping mit
dem Text:
"Adoph Kolping, Vorbild unserer
Zeit, Handwerker, Priester, Gesellenvater, 1813 - 1865"
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