Die Gemeinden

260 Nistkästen in der Samtgemeinde Freren aufgehängt

 

 

In den vergangenen Jahren entpuppte sich der Eichenprozessionsspinner als ein massives Problem. Die Haare der Raupe stellen für Menschen und Tiere eine gesundheitliche Gefährdung dar.


Bisher wurden die Eichenprozessionsspinner, wie in der kommunalen Praxis üblich, vorwiegend abgesaugt. Neben der mechanischen Bekämpfung wurden nunmehr in Kooperation mit dem NABU e.V., der Kolpingjugend Andervenne, den Thuiner Fastabenden sowie den Jugendfeuerwehren Beesten, Freren und Messingen Holzbetonnistkästen angeschafft und aufgehängt, um natürliche Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners anzusiedeln. Nistkästen für Meisen, Stare und Fledermäuse helfen hier weiter. Neu ist die Idee nicht. Die Niederlande machten bereits gute Erfahrungen mit den Nisthilfen. Dort sind vor allem Blau- und Kohlmeisen eingezogen, die schnell zu brüten begonnen haben. Hauptspeise der hungrigen Jungvögel: Raupen – auch die des Eichenprozessionsspinners, die ansonsten von vielen Vögeln gemieden werden.


Insgesamt sind im Gebiet der Samtgemeinde Freren 260 Nistkästen angebracht worden. Davon 220 für Meisen, 20 für Fledermäuse und 20 für Stare. Leider konnten aufgrund der Coronapandemie nicht alle Nistkästen im Frühjahr des letzten Jahres installiert werden, so dass die Restarbeiten im Herbst nachgezogen wurden.


Ein besonderer Dank gilt der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die die finanziellen Mittel für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hat. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert ergänzend zu staatlichen Pflichtaufgaben Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Grundlagen der Förderung sind Nachhaltigkeit, ehrenamtliches Engagement und aktiver Naturschutz.


Ein großes Dankeschön auch an die Jugendfeuerwehren Beesten, Freren und Messingen, sowie an die Kolpingjugend Andervenne und an die Thuiner Fastabende, welche die Nistkästen an den Bäumen angebracht haben und sich um die Pflege kümmern.


Die fachliche Begleitung erfolgte durch den NABU e.V. Hier stand mit Heiko Rebling ein Fachmann aus Freren mit Rat und Tat zur Seite.


Vielen, vielen Dank!