Bürgerversammlung 2026
mit großer Bühne für das Ehrenamt in Andervenne
Es war ein Abend voller Anerkennung, Dankbarkeit und besonderer Momente: Bei der traditionellen Bürgerversammlung im Rahmen der Andervenner Kirmes standen in diesem Jahr vor allem die Menschen im Mittelpunkt, die sich mit großem persönlichen Einsatz für die Dorfgemeinschaft engagieren.
Den Auftakt des Abends gestaltete der Shanty-Chor, der mit seinen Liedern für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte und die Bürgerversammlung musikalisch eröffnete. Bürgermeister Reinhard Schröder begrüßte anschließend die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger und nahm die Anwesenden mit auf einen ausführlichen Streifzug durch die aktuellen Entwicklungen in der Gemeinde.
Bürgermeister Reinhard Schröder informierte über zahlreiche Themen, die Andervenne aktuell beschäftigen und die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen Jahren geprägt haben. Dabei ging es unter anderem um den Breitbandausbau. Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen und erste Anschlüsse sind bereits in Betrieb. Auch die Sanierung und Erweiterung der Schützenhalle sowie die Sanierung von Brücken im Gemeindegebiet waren Bestandteil des Rückblicks und Ausblicks. Ein weiterer Schwerpunkt war der Windpark Andervenne/Handrup. Für zehn Windenergieanlagen liegt bereits eine Genehmigung vor. Die Inbetriebnahme des Windparks ist nach derzeitiger Planung bis Ende September 2028 vorgesehen. Auch die Zukunft des Wohnens in Andervenne wurde angesprochen. Im Baugebiet „Westlich der Kirchstraße“ stehen derzeit noch acht gemeindliche Bauplätze zur Verfügung.
Anschließend übernahm Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz das Wort und berichtete über aktuelle Entwicklungen aus der Samtgemeinde Freren. Seine Präsentation gab Einblicke in verschiedene Angebote und Projekte des Rathauses – von EmslandCare über die Freren-App bis hin zu Investitionen in kommunale Gebäude. Auch die Entwicklung des Samtgemeindegutscheins mit inzwischen 44 Akzeptanzstellen und einem Verkaufsvolumen von mehr als 374.000 Euro wurde vorgestellt.
Nach seinem Vortrag richtete Bürgermeister Reinhard Schröder den Blick auf den langjährigen Samtgemeindebürgermeister persönlich. Godehard Ritz wurde für 25 Jahre im Amt des Samtgemeindebürgermeisters geehrt. Schröder würdigte die langjährige Zusammenarbeit und das Engagement von Ritz für die Samtgemeinde. Die Ehrung hatte zugleich einen besonderen Charakter: Ritz wird nicht erneut für das Amt kandidieren. Damit war die Bürgerversammlung in Andervenne für ihn zugleich die letzte in seiner Amtszeit – ein Anlass, der die Dankesworte von Reinhard Schröder noch einmal besonders persönlich machte.
Einen festen Platz im Andervenner Gemeindeleben hat das Zeltlager. Das Zeltlagerteam stellte den Bürgerinnen und Bürgern das Zeltlager 2026 vor und gab Einblicke in die gemeinsame Zeit in Werpeloh. Besonders gewürdigt wurden die Kochfrauen Soni Reisinger, Jutta Kenning und Ines Böming. Mit ihrem Einsatz sorgen sie im Hintergrund dafür, dass die Kinder und Jugendlichen während des Zeltlagers gut versorgt sind. Für diesen wichtigen und keineswegs selbstverständlichen Beitrag zur Zeltlagergemeinschaft sprach die Gemeinde ihnen einen besonderen Dank aus. Ebenso wurde den Zeltlagerleitern Moritz Gerdes und Lea Mönster für ihre verantwortungsvolle Arbeit und ihren Einsatz gedankt.
Auch die sportlichen Erfolge erhielten die verdiente Bühne. Geehrt wurden die 1. Damenmannschaft und die 2. Damenmannschaft des SV Heidekraut Andervenne sowie die A-Jugend der Spielgemeinschaft Andervenne–Freren–Thuine. Die Ehrungen waren zugleich ein Dank an alle Spielerinnen und Spieler sowie an die Trainer, Betreuer und Verantwortlichen, die mit viel Zeit und Engagement hinter diesen Mannschaften stehen.
Der besondere Moment des Abends gehörte jedoch einem Mann, der sich über viele Jahre hinweg in besonderer Weise für Andervenne und die Dorfgemeinschaft eingesetzt hat: Martin Wellen. Mit der Auszeichnung zum „Bürger des Jahres 2026“
würdigte die Gemeinde sein langjähriges ehrenamtliches Engagement. Wellen steht beispielhaft für die vielen Menschen, die Verantwortung übernehmen, anpacken, organisieren und sich oftmals ganz selbstverständlich für andere einsetzen. Die Ehrung machte deutlich, welchen hohen Stellenwert das Ehrenamt in Andervenne besitzt. Als sein Name genannt wurde, war die Anerkennung im Festzelt unmittelbar spürbar. Die Bürgerinnen und Bürger erhoben sich und bedankten sich bei Martin Wellen mit Standing Ovations für seinen Einsatz.
Noch einmal besonders emotional wurde es, als stellvertretender Bürgermeister Matthias Wöste das Wort übernahm. Dieses Mal ging es nicht um eine Ehrung durch den Bürgermeister – sondern um den Bürgermeister selbst. Reinhard Schröder ist seit 25 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Andervenne. Wöste würdigte dieses außergewöhnlich lange kommunalpolitische Engagement und dankte Schröder für seinen Einsatz und seine Verbundenheit mit der Gemeinde. Auch diese Ehrung wurde von den Anwesenden mit Standing Ovations aufgenommen.
In seiner abschließenden Rede bedankte sich Bürgermeister Reinhard Schröder bei allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Helferinnen und Helfern sowie den vielen Ehrenamtlichen, die das Leben in Andervenne mitgestalten. Nach den zahlreichen Ehrungen und bewegenden Momenten durfte schließlich auch der gesellige Teil nicht fehlen. Schröder lud die Anwesenden zum Kirmestanz am Samstagabend und zur Andervenner Kirmes am morgigen Sonntag ein.












